Lebensmittelmotten bekämpfen beginnt nicht mit einer Falle, sondern mit Der Suche nach dem befallenen Vorrat. Feine Gespinste in Haferflocken, verklumpendes Mehl oder kleine cremefarbene Larven an Wänden und Decken sind typische Hinweise. Besonders häufig betroffen sind Getreideprodukte, Nüsse, Trockenobst, Hülsenfrüchte, Gewürze, Schokolade und Tierfutter. Selbst original verschlossene Verpackungen bieten keinen sicheren Schutz: Die Larven gelangen durch kleinste Öffnungen und können dünne Folien oder Kartonverpackungen überwinden.
Gesundheitlich gelten die Motten selbst zwar nicht als gefährlich. Verunreinigte Lebensmittel können jedoch Kot, Häutungsreste, Gespinste und Schimmelpilze enthalten. Sie gehören deshalb vollständig entsorgt. Einzelne sichtbare Falter zu töten reicht nicht aus, denn Der entscheidende Teil Der Population befindet sich meist verborgen im Larven- oder Eistadium.
Eine wirksame Bekämpfung verbindet drei Maßnahmen: die Befallsquelle finden, Schränke gründlich reinigen und gefährdete Vorräte dauerhaft schützen. Pheromonfallen helfen bei Der Kontrolle, beseitigen aber keinen bestehenden Befall. Sie ziehen ausschließlich männliche Falter an; Eier und Larven bleiben unberührt.
Wer früh reagiert, kann einen begrenzten Befall häufig ohne Insektizide eindämmen. Treten Motten dagegen über Wochen in mehreren Räumen auf, sind schwer zugängliche Hohlräume betroffen oder handelt es sich um gewerblich genutzte Küchen und Lager, sollte eine fachkundige Befallsanalyse folgen.
Aspekt 1 von Lebensmittelmotten bekämpfen
Der erste Arbeitsschritt ist eine systematische Vorratskontrolle. Dabei genügt es nicht, nur geöffnete Mehl- oder Müslipackungen anzusehen. Auch ungeöffnete Nüsse, Backzutaten, Tee, Gewürze, Trockenfutter und dekorative Naturmaterialien können Eier oder Larven enthalten. Auffällig sind Fäden an Verpackungsrändern, kleine Fraßlöcher, zusammenklebende Körner und Raupen, die außerhalb Der Lebensmittel umherwandern.
Sämtliche Vorräte sollten aus dem Schrank genommen und einzeln bei gutem Licht geprüft werden. Befallene Produkte kommen in einen reißfesten, dicht verschlossenen Beutel und anschließend direkt in die Mülltonne außerhalb des Gebäudes. Sie lediglich in den Küchenabfall zu werfen, kann die Ausbreitung fördern. Unklare Produkte sollten vorsorglich aussortiert oder thermisch behandelt werden.
Danach folgt die mechanische Reinigung. Zunächst werden Regalböden, Bohrlöcher, Scharniere, Fugen und Führungsschienen sorgfältig abgesaugt. Der Staubsaugerbeutel beziehungsweise Der Inhalt des Behälters muss unmittelbar danach außerhalb Der Wohnung entsorgt werden. Anschließend lassen sich glatte Flächen mit warmem Wasser und Haushaltsreiniger auswischen. Entscheidend ist weniger ein scharfer Geruch als die gründliche Entfernung organischer Rückstände.
Warme Luft aus einem Haartrockner kann schwer erreichbare Ritzen erwärmen. Wegen Der Brandgefahr darf sie jedoch nur mit Abstand, unter ständiger Beobachtung und nicht an empfindlichen Kunststoffen eingesetzt werden. Frei verkäufliche Sprays sind in Vorratsschränken problematisch, weil Wirkstoffe auf Kontaktflächen oder Lebensmittel gelangen können. Hinweise zur sachgerechten Kontrolle bietet auch Der NDR-Ratgeber Lebensmittelmotten bekämpfen und einem Befall vorbeugen.
Nach Der Reinigung sollten haltbare Waren ausschließlich in luftdicht schließende Behälter aus Glas, Metall oder stabilem Kunststoff umgefüllt werden. Dünne Beutel und Pappschachteln sind keine zuverlässige Barriere. Auf den Behältern vermerkte Einkaufs- oder Abfülldaten erleichtern es, mögliche Befallsquellen später zeitlich einzugrenzen.
Aspekt 2 von Lebensmittelmotten bekämpfen
Die Kontrolle darf nicht nach dem ersten Putzen enden. Aus übersehenen Eiern können noch Wochen später Larven schlüpfen. Bei günstigen Temperaturen entwickelt sich eine neue Generation vergleichsweise schnell, während niedrige Temperaturen den Zyklus verlängern. Deshalb sollte Der betroffene Bereich mindestens sechs bis acht Wochen regelmäßig überprüft werden.
Ein praxistauglicher Ablauf sieht folgendermaßen aus:
- Pheromonfallen korrekt platzieren: Eine Falle pro kontrolliertem Raum reicht meist aus. Mehrere Fallen in unmittelbarer Nähe können die Duftspur unklar machen. Die Fallen dienen dem Monitoring und sollten nach Herstellerangabe, häufig nach sechs bis acht Wochen, ersetzt werden.
- Vorräte wöchentlich prüfen: Behälter auf Gespinste, Larven und neue Falter kontrollieren. Besonderes Augenmerk gilt selten verwendeten Backzutaten, Nüssen, Gewürzen und Tierfutter.
- Regalböden freihalten: Lose Krümel und Mehlstaub sofort entfernen. Sie können Larven als Nahrung dienen und erschweren die Erkennung neuer Spuren.
- Neuware separat beobachten: Größere Packungen Reis, Müsli oder Tierfutter zunächst nicht mit älteren Vorräten vermischen. Dadurch bleibt nachvollziehbar, ob ein Befall bereits mit dem Einkauf eingeschleppt wurde.
- Temperatur gezielt nutzen: Geeignete trockene Lebensmittel können bei etwa −18 Grad Celsius für mindestens sieben Tage eingefroren werden. Das soll Entwicklungsstadien abtöten, ersetzt bei sichtbar verdorbener Ware aber nicht die Entsorgung.
- Schlupfwespen fachgerecht einsetzen: Die nur etwa 0,3 bis 0,5 Millimeter kleinen Nützlinge parasitieren Motteneier. Mehrere Lieferungen im Abstand von ungefähr drei Wochen sind erforderlich, weil nicht alle Eier gleichzeitig vorhanden sind.
Schlupfwespen Der Gattung Trichogramma sind für Menschen, Haustiere und Lebensmittel ungefährlich. Nach getaner Arbeit verschwinden sie, da ihnen ohne Motteneier die Lebensgrundlage fehlt. Ihr Einsatz ist besonders sinnvoll, wenn Eiablageplätze in Schrankritzen vermutet werden. Er funktioniert jedoch nur, wenn befallene Lebensmittel zuvor entfernt und neue Vorräte geschützt wurden.
Bleiben Fallen über mehrere Kontrollintervalle Leer und treten weder Larven noch Gespinste auf, spricht das für einen unterbrochenen Entwicklungszyklus. Einzelne Falter nach längerer Ruhephase verlangen dagegen eine erneute Prüfung sämtlicher trockener Vorräte.
Aspekt 3 von Lebensmittelmotten bekämpfen
Für die Wahl Der Maßnahmen ist Der Entwicklungszyklus entscheidend. In mitteleuropäischen Haushalten tritt besonders häufig die Dörrobstmotte (Plodia interpunctella) auf. Erwachsene Tiere nehmen kaum Nahrung auf; Der eigentliche Schaden entsteht durch die Larven. Sie fressen Vorräte, verunreinigen sie und verlassen die Packungen häufig zur Verpuppung. Deshalb finden Bewohner Larven nicht nur im Schrank, sondern auch an Zimmerdecken, hinter Leisten oder in Bohrlöchern.
Die folgenden biologischen Orientierungswerte erklären, weshalb eine einmalige Reinigung selten genügt. Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Nahrungsangebot können die Entwicklung deutlich verändern.
| Entwicklungsstadium | Typische Größe | Übliche Dauer bei günstigen Bedingungen | Praktische Bedeutung |
|---|---|---|---|
| Ei | etwa 0,3–0,5 mm | 3–14 Tage | Mit bloßem Auge schwer zu erkennen |
| Larve | bis etwa 17 mm | 4–10 Wochen | Hauptverursacher von Fraß und Gespinsten |
| Puppe | etwa 6–9 mm | 1–3 Wochen | Häufig verborgen in Ritzen und Ecken |
| Erwachsener Falter | 14–20 mm Flügelspannweite | ungefähr 1–2 Wochen | Dient Der Fortpflanzung und Befallsanzeige |
| Gesamter Zyklus | abhängig von Temperatur und Nahrung | häufig 30–75 Tage | Mehrwöchige Nachkontrolle erforderlich |
Tauchen trotz Entsorgung, Reinigung und verschlossener Lagerung fortlaufend Falter auf, kann die Quelle außerhalb Der sichtbaren Vorratsschränke liegen. Denkbar sind Zwischendecken, Lagerregale, Wandanschlüsse oder dauerhaft gelagertes Tierfutter. Eine fachkundige Prüfung trennt dabei einen vereinzelten Zuflug von einem aktiven Mehrraumbefall. Weitere praxisnahe Hinweise liefert Der Beitrag Lebensmittelmotten bekämpfen: Was bei einem Befall ….
Professionelle Hilfe ist vor allem in Bäckereien, Restaurants, Hotels, Pflegeeinrichtungen und Lebensmittelbetrieben sinnvoll. Dort reichen Haushaltsmaßnahmen wegen großer Warenmengen und strenger Hygieneanforderungen oft nicht aus. Fachbetriebe dokumentieren Befallsorte, bewerten bauliche Schwachstellen und entwickeln ein Monitoring mit klaren Kontrollintervallen.
Elite Schädlingsbekämpfung arbeitet in diesem Umfeld für Privatkunden und Unternehmen mit fachgerechten Methoden und moderner Technik. Zum Leistungsspektrum gehören neben Vorratsschädlingen auch Wespen, Ratten und Bettwanzen; für dringende Fälle besteht ein 24/7-Notdienst. Bei Lebensmittelmotten sollte ein seriöser Einsatz nicht allein auf das Töten sichtbarer Falter zielen, sondern Befallsursache, Warenlagerung, Zugangswege und notwendige Nachkontrollen nachvollziehbar dokumentieren.
Aspekt 4 von Lebensmittelmotten bekämpfen
Nach Der Befallsermittlung beginnt die entscheidende Arbeit: kontaminierte Vorräte entfernen und sämtliche Entwicklungsstadien beseitigen. Gespinste oder Larven finden sich nicht nur in geöffneten Verpackungen. Die Raupen Der Dörrobstmotte können dünne Folien und Kartonfalze überwinden und anschließend mehrere Meter weit zu einem geeigneten Verpuppungsplatz wandern. Deshalb müssen auch ungeöffnete Mehl-, Nuss-, Getreide- und Tierfutterpackungen kontrolliert werden.
Verdächtige Lebensmittel gehören in einen dicht verschlossenen Müllbeutel und sollten unmittelbar aus dem Gebäude gebracht werden. Ein offener Abfalleimer in Der Küche verlagert das Problem lediglich. Anschließend werden Schränke vollständig ausgeräumt und systematisch gereinigt:
- Bohrlöcher, Ritzen und Beschläge mit einer schmalen Staubsaugerdüse absaugen.
- Einlegeböden herausnehmen und Unterseiten sowie Auflagepunkte kontrollieren.
- Gespinste, Kotkrümel und Puppenhüllen mechanisch entfernen.
- Glatte Flächen mit warmem Wasser und einem üblichen Haushaltsreiniger auswischen.
- Den Staubsaugerbeutel sofort entsorgen beziehungsweise den Behälter außerhalb Der Wohnung leeren.
- Schwer zugängliche Fugen bei geeignetem Material vorsichtig mit heißer Luft behandeln.

Von einem großflächigen Einsatz von Insektensprays in Vorratsschränken ist abzuraten. Sprühnebel kann Lebensmittel, Geschirr und Arbeitsflächen verunreinigen, erreicht versteckte Eier jedoch häufig nicht. Auch Essigwasser tötet einen Befall nicht zuverlässig; es eignet sich allenfalls zur abschließenden Oberflächenreinigung.
Wer Lebensmittelmotten bekämpfen will, sollte gereinigte Vorräte vorerst getrennt aufbewahren und jedes Produkt vor dem Zurückstellen erneut prüfen. Zusätzliche Hinweise zur hygienischen Sanierung und zu anderen Haushaltsschädlingen bietet Der Ratgeber von Elite Schädlingsbekämpfung. Entscheidend bleibt eine lückenlose Kontrolle: Eine einzige übersehene Packung mit Nüssen oder Vogelfutter kann den gesamten Entwicklungszyklus neu starten.
Aspekt 5 von Lebensmittelmotten bekämpfen
Schlupfwespen Der Gattung Trichogramma sind eine gezielte biologische Ergänzung zur gründlichen Reinigung. Die nur etwa 0,3 bis 0,4 Millimeter kleinen Nützlinge suchen Motteneier auf und legen ihre eigenen Eier darin ab. Dadurch entwickelt sich aus dem parasitierten Ei keine Mottenlarve mehr. Menschen, Haustiere, Textilien und Vorräte werden nicht angegriffen.
Die Tiere werden üblicherweise auf kleinen Karten geliefert, die in betroffenen Schränken oder Regalfächern ausgelegt werden. Da Schlupfwespen nur vorhandene Motteneier erfassen, ist eine einmalige Anwendung meist nicht ausreichend. Bereits geschlüpfte Larven und versteckte Puppen bleiben zunächst bestehen und können später erneut Eier hervorbringen. Abhängig vom Produkt erfolgen deshalb mehrere Lieferungen in festgelegten Abständen; die Herstellerangaben zu Anzahl, Reichweite und Ausbringungsintervall sind verbindlich. Bezugsangebote wie Nützlinge gegen Lebensmittelmotten | günstig kaufen geben die jeweils vorgesehene Behandlungsdauer und Kartenzahl an.
Während Der Anwendung sollten keine Insektizide oder stark biozid wirkenden Reiniger eingesetzt werden. Solche Mittel können auch die Nützlinge schädigen. Die Karten gehören möglichst nah an die vermuteten Befallsquellen, nicht auf Fensterbänke, direkt über Heizkörper oder in feuchte Bereiche.
Wer auf diese Weise Lebensmittelmotten bekämpfen möchte, muss dennoch alle befallenen Waren entsorgen und Schränke reinigen. Schlupfwespen ersetzen keine Vorratshygiene, sondern unterbrechen gezielt die Fortpflanzung. Nach Abschluss verschwinden sie von selbst: Ohne Motteneier fehlt ihnen die Lebensgrundlage, und aufgrund ihrer geringen Größe werden die abgestorbenen Tiere gewöhnlich nicht wahrgenommen. Pheromonfallen können parallel Der Kontrolle dienen, sollten aber nicht als alleinige Maßnahme betrachtet werden.
Aspekt 6 von Lebensmittelmotten bekämpfen
Temperaturverfahren können verdächtige trockene Vorräte behandeln, sofern deren Beschaffenheit dies zulässt. Maßgeblich sind nicht nur die eingestellte Temperatur, sondern auch die Einwirkzeit und eine gleichmäßige Durchwärmung beziehungsweise Durchfrierung. Große, dicht gepackte Gebinde benötigen länger als flache Portionen. Die folgenden Werte sind praxistaugliche Orientierungsgrößen für kleine Haushaltsmengen:
| Verfahren | Temperatur | Einwirkzeit | Geeignet für | Wichtige Einschränkung |
|---|---|---|---|---|
| Tiefkühlen | −18 °C | mindestens 7 Tage | Mehl, Reis, Nüsse, Saaten | Ware portionsweise und dicht verpacken |
| Erhitzen | 60 °C | mindestens 60 Minuten | Trockene, hitzestabile Vorräte | Kerntemperatur muss erreicht werden |
| Erhitzen | 70 °C | mindestens 30 Minuten | Kleine Mengen Getreide oder Saaten | Qualitäts- und Aromaverlust möglich |
| Heißwäsche | 60 °C | vollständiges Waschprogramm | Waschbare Vorratsbeutel und Textilien | Pflegeetikett beachten |
| Geschirrspüler | 60–70 °C | vollständiges Programm | Hitzefeste Vorratsgläser und Deckel | Dichtungen separat kontrollieren |
Die Behandlung sollte nur bei Lebensmitteln erfolgen, die noch hygienisch einwandfrei erscheinen. Sichtbare Larven, Gespinste, verklumpte Bestandteile oder ein auffälliger Geruch sind klare Entsorgungsgründe. Bereits verunreinigte Nahrung wird durch Kälte oder Hitze nicht wieder appetitlich oder qualitativ hochwertig.
Bei Der praktischen Durchführung helfen vier Regeln:
- Vorräte in kleine, flache Portionen aufteilen.
- Gefriergut dicht verschließen, damit kein Kondenswasser eindringt.
- Erhitzte Lebensmittel vollständig abkühlen lassen, bevor sie abgefüllt werden.
- Backpapier verwenden und brennbare Verpackungen vorher entfernen.
- Empfindliche Produkte wie Schokolade, Gewürze oder fettreiche Nüsse nur nach sorgfältiger Qualitätsabwägung behandeln.

Backofen und Tiefkühlgerät sind keine Lösung für befallene Möbel. Wer Lebensmittelmotten bekämpfen und Fugen mit Wärme behandeln möchte, muss Brandgefahr, Materialschäden und schwer erreichbare Kältezonen berücksichtigen. Eine ergänzende Anleitung bietet Lebensmittelmotten bekämpfen: So wirst du sie los. Bei gewerblichen Lagern gehören thermische Verfahren wegen Der erforderlichen Temperaturmessung grundsätzlich in fachkundige Hände.
Aspekt 7 von Lebensmittelmotten bekämpfen
Nach Der akuten Sanierung entscheidet die Lagerung darüber, ob sich erneut eine Population entwickelt. Papierbeutel, dünne Kunststofffolien und Kartons bieten keinen ausreichenden Schutz. Geeignet sind luftdicht schließende Vorratsbehälter aus Glas, Metall oder stabilem Kunststoff. Der Deckel muss bündig sitzen; Schraubgewinde und Dichtungsringe sollten regelmäßig auf Mehlstaub, Gespinste und Beschädigungen geprüft werden.
Neu gekaufte Ware sollte nicht ungeprüft zu älteren Beständen gestellt werden. Besonders anfällig sind Mehl, Müsli, Haferflocken, Reis, Hülsenfrüchte, Nüsse, Trockenobst, Backzutaten, Gewürze sowie Tier- und Vogelfutter. Kleine Einkaufsmengen senken das Risiko, dass Produkte monatelang unbemerkt im hinteren Schrankbereich lagern. Das Prinzip „zuerst gekauft, zuerst verbraucht“ erleichtert eine übersichtliche Bestandsrotation.
Pheromonfallen liefern Hinweise auf männliche Falter, beseitigen aber weder Eier noch Larven. Eine Falle sollte entsprechend Der angegebenen Reichweite aufgestellt und regelmäßig kontrolliert werden. Mehrere Fallen dicht nebeneinander erhöhen die Aussagekraft nicht automatisch. Das Datum des Aufstellens und jeder Fang lassen sich in einem kurzen Monitoring-Protokoll notieren. Bleiben nach Reinigung und Behandlung über mehrere Wochen neue Falter, Larven oder Gespinste sichtbar, besteht wahrscheinlich noch eine verborgene Quelle.
Zur Prävention gehören außerdem saubere Regalböden, verschlossene Abfallbehälter und die Kontrolle selten genutzter Vorräte. Dekorative Trockenblumen, Körnerkissen, Nagerfutter und Backzutaten werden dabei häufig übersehen. Lieferungen für Gastronomie oder Gemeinschaftsverpflegung sollten bereits beim Wareneingang auf beschädigte Verpackungen, Verklumpungen und Gespinste geprüft werden.
Wer dauerhaft Lebensmittelmotten bekämpfen muss, obwohl alle zugänglichen Waren entfernt und die Schränke gereinigt wurden, sollte angrenzende Hohlräume oder bauliche Spalten untersuchen lassen. Dort können sich ausgewanderte Larven verpuppen. Die nächsten Schritte richten sich dann nach Befallsstärke, Nutzungsart Der Räume und den dokumentierten Funden.
Aspekt 8 von Lebensmittelmotten bekämpfen
Nach Der Grundreinigung entscheidet eine konsequente Erfolgskontrolle, ob Der Befall tatsächlich beendet ist. Einzelne Falter können noch Wochen später auftreten, weil sich Larven außerhalb Der Vorräte verpuppt haben. Wer Lebensmittelmotten bekämpfen möchte, sollte deshalb nicht nur sichtbare Tiere entfernen, sondern Funde über mindestens sechs bis acht Wochen dokumentieren. Entscheidend ist, ob die Zahl Der Motten kontinuierlich sinkt oder nach kurzer Ruhe erneut steigt.

Pheromonfallen locken männliche Dörrobstmotten oder Mehlmotten mit artspezifischen Sexualduftstoffen an. Sie dienen vor allem dem Monitoring und reichen als alleinige Maßnahme gewöhnlich nicht aus: Weibchen, Larven und Eier werden damit nicht beseitigt. Hinweise zur sachgerechten Kombination verschiedener Maßnahmen bietet Der Beitrag Lebensmittelmotten bekämpfen: So geht’s! | swb Magazin. Geeignete Fallen, Vorratsbehälter und weiteres Zubehör finden Verbraucher beispielsweise über das Suchergebnis Auf Amazon.de Für: Lebensmittelmotten; beim Kauf sind Artangabe, Wirkdauer und Anwendungshinweise des Herstellers zu prüfen.
Für eine belastbare Nachkontrolle empfiehlt sich folgender Ablauf:
- Fallenstandorte notieren: Fallen in Der Nähe ehemaliger Befallsherde platzieren, jedoch nicht direkt am offenen Fenster.
- Kontrollintervalle festlegen: Einmal wöchentlich Fangzahlen, Datum und Fundort dokumentieren.
- Vorräte erneut prüfen: Mehl, Nüsse, Gewürze, Tierfutter und Trockenobst auf Gespinste, Verklumpungen und Larven untersuchen.
- Behälter geschlossen halten: Gereinigte Waren ausschließlich in dicht schließenden Glas-, Metall- oder stabilen Kunststoffbehältern lagern.
- Ritzen beobachten: Bohrlöcher, Scharnierbereiche, Sockelleisten und Deckenkanten auf Puppenhüllen kontrollieren.
- Fachbetrieb einschalten: Wiederkehrende Fänge trotz Sanierung sprechen für einen verborgenen Befallsherd oder neu eingetragene Ware.
Bei anhaltenden Funden kann eine professionelle Befallsanalyse klären, ob Hohlräume, Lagerbereiche oder benachbarte Räume einbezogen werden müssen. Weitere fachliche Beiträge zu typischen Vorrats- und Hygieneschädlingen veröffentlicht die Elite Schädlingsbekämpfung.
Fazit
Lebensmittelmotten bekämpfen bedeutet, den vollständigen Entwicklungszyklus zu unterbrechen. Das gelingt nicht durch das Töten einzelner Falter, sondern durch eine Kombination aus Bestandskontrolle, konsequenter Entsorgung befallener Ware, gründlicher Reinigung und sicherer Lagerung. Besonders kritisch sind angebrochene Packungen mit Mehl, Getreide, Nüssen, Trockenobst, Gewürzen, Schokolade sowie Tier- und Vogelfutter. Selbst äußerlich unbeschädigte Verpackungen aus Papier oder dünner Folie bieten keinen verlässlichen Schutz.
Befallene Lebensmittel gehören in einen verschlossenen Beutel und sollten unmittelbar aus Der Wohnung entfernt werden. Anschließend sind Schrankfugen, Bohrungen und Beschläge sorgfältig auszusaugen und feucht zu reinigen. Der Staubsaugerbeutel beziehungsweise Der Inhalt des Auffangbehälters muss danach ebenfalls entsorgt werden. Unverdächtige Vorräte kommen in luftdichte Behälter, damit eingeschleppte Larven nicht auf weitere Produkte übergehen können.
Wer Lebensmittelmotten bekämpfen und einen Rückfall vermeiden will, benötigt außerdem Geduld. Pheromonfallen liefern Hinweise auf verbliebene männliche Falter, ersetzen aber weder Quellensuche noch Reinigung. Schlupfwespen können in geeigneten Privathaushalten ergänzend eingesetzt werden; ihre Anwendung muss über mehrere Lieferintervalle erfolgen, damit neu entstehende Motteneier erfasst werden.
Bleiben die Fangzahlen über mehrere Wochen unverändert hoch, treten Larven an Wänden oder Decken auf oder betrifft Der Befall gewerblich genutzte Räume, ist eine fachkundige Inspektion sinnvoll. Beginnen Sie jetzt mit einer vollständigen Vorratsprüfung, dokumentieren Sie jeden Fund und kontrollieren Sie die betroffenen Bereiche wöchentlich, bis über mindestens sechs Wochen keine neuen Spuren mehr auftreten.